Eigene Drum-Noten erstellen…

Eigen erzeugte Drum-Noten sind kostengünstig und lassen sich basierend auf MIDI-Dateien recht einfach selbst erstellen. Dazu benötigt man zunächst die Software MUSESCORE. Hierbei handelt es sich um eine frei verfügbare Kompositions- und Notation-Software die es für Windows, Mac oder Linux hier gibt….

Die Software beinhaltet einen Onlinekurs und eine sehr umfangreiche Hilfe-Funktion. Da die Software für jegliche Art von Instrumenten genutzt werden kann (und die Notenblätter für die Instrumente unterschiedlich sind) muss man beim ersten Einrichten unter dem Menüpunkt ‚Instrumente‘ das Instrument ‚Schlagwerk – angestimmt‚ und hier den Punkt ‚Schlagzeug‚ auswählen und ‚Hinzufügen‘ klicken. Dies ist eigentlich die wichtigste Vorbereitung des Programmes. Wenn man dies gemacht hat, dann kann es losgehen…

Nun kann man sich im Internet umsehen nach geeigneten „MIDI Files“ (haben in der Regel eine Endung mit „.mid“). Diese Dateien kann man bei kommerziellen Musikverlagen kaufen oder auch als frei verfügbare Dateien per Download bekommen. Ich nutze i.d.R. zuerst den Suchbegriff „free Midi file“. Auf diese Weise kommt man zu Portalen, wo man unter Tausenden von Midi Files wählen kann. Beispielhaft seinen die folgenden Internet-Adressen genannt….

  • www.midiworld.com
  • www.bitmidi.com
  • www.freemidi.org
  • www.telewerkstatt.at
  • www.mididb.com
  • www.miditune.com

Natürlich kann man auch einen Wunschsong mit Interpret, Titel und Midi file Verweis suchen und herunterladen…. Wenn ich einen bestimmten Song suche, dann lade ich mir immer Dateien unterschiedlichster Portale herunter und vergleiche die Dateien in einem weiteren Schritt…. Erst wenn ich keine frei verfügbaren Midi Files bekommen kann (oder mir keine Datei wirklich zusagt) dann gehe ich auf die kommerziellen Portale der Musikverlage.

Hat man das MUSESCORE-Programm installiert, dann wird es (idR) automatisch gestartet, wenn man eine herunter geladenen MIDI-Datei anklickt und öffnet (falls dies nicht automatisch geschieht, dann muss man Musescore als Standard einmal festlegen).

Musescore zeigt nun für alle beim jeweiligen Song in der Midi-Datei vorgefundenen Instrumente die entsprechenden Noten auf dem Notenblatt-Bildschirm an….je Instrument eine eigene Zeile! Im unteren Teil des Bildschirmes werden alle Instrumente und ‚ihre‘ Midi-Kanäle angezeigt….

Um an die Schlagzeug-Noten zu kommen werden nun die Häkchen in allen Midi-Kanälen herausgenommen bis auf den Kanal 10 ‚Percussion‘ der hier mit dem ‚Schlagzeug‘ belegt ist. Dann den Button ‚Anwenden‘ klicken und schon hat man die Schlagzeug-Noten auf dem Bildschirm.

Anmerkungen:

  1. Der Kanal 10 ist eigentlich ein weltweiter Standard unter dem man immer das Schlagzeug finden kann, aber…
  2. Manchmal wird das Schlagzeug zerlegt in seine einzelnen Komponenten aufgenommen. Dann bekommt jede Trommel (Snare, Bass, Tom 1-n) und auch die Cymbals jeweils eine eigene Aufnahmespur zugewiesen. Allerdings immer idR unter dem Hinweis auf Kanal 10!
  3. Bei en nun sichtbaren Noten kann man mittels der Standardfunktionen von Musescore nun eine Vielzahl von Informationen hinzufügen. Ich nutze hier Titel, Komponist, Band, Geschwindigkeit in BPM und sog Übungsmarken die mir Hinweise beim Spielen des Stückes geben. Selbstverständlich kann man auch den ‚Liedtext‘ eingeben.
  4. Selbstverständlich kann man mittels der vorstehen beschriebenen Verfahrensweise auch spezielle Noten für Gitarre, Bass oder Klavier erstellen.
  5. Selbstverständlich kann man die erzeugten Drum-Noten auf seinem Computer auch speichern (im eigenen Musescore-Format mit der Endung „.mscz“. Es empfiehlt sich die Speicherung der Drum-Noten mittels einer selbst ausgedachten Logik vorzunehmen damit man die Noten später schnell und einfach wiederfinden kann (wenn man erst einmal ‚Blut geleckt‘ hat kommen oft recht schnell große Anzahlen von Drum-Noten zusammen).
  6. Musescore verwendet folgende Standard Drum Notation (Auszug):

Hier das von mir entsprechend bearbeitete Midi-File…

Die vorstehend beschriebenen Schritte klingen erst einmal ein wenig ’sperrig‘ und umständlich doch mit etwas Übung (im Umgang mit dem Programm Musescore) geht dies eigentlich recht zügig von statten. Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist die detaillierte Kenntnis eines Liedes wenn man sich so seine Noten ‚erarbeitet’….

Viel Spaß beim Ausprobieren….